Bilder vom Kabarett 2010 mit "Begge Peder" (Fr., 16.04.2010)
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Allgemeine Zeitung vom 20.04.2010:
Ein Hausmeister packt aus
"Begge Peder" in der Radsporthalle Klein-Winternheim
Auf Einladung des SV 1965 Klein-Winternheim präsentierte der Comedian Peter Beck alias Begge Peder sein Programm "Mir doch egal" in der ausverkauften Radsporthalle.
Ohne das typische Gebiss, ohne Hut und Brille und ohne Hausmeisterkittel stand er zunächst auf der Bühne. Aber auch so gelang es ihm, sein Publikum zu unterhalten. Doch dann wurde er mit wenigen Handgriffen zum bekannten Hausmeister, dem "Begge Peder" und wünschte den Anwesenden und sich selbst "en lustische Owend". Und dann ging es los: Einen "Event" musste der schnoddrige Hausmeister vorbereiten für das 25-jährige Dienstjubiläum des Bürgermeisters, bei dem gewiss auch eine Laudatio gehalten werden würde, "so eine Art Nachruf für einen, der noch lebt". Während er die "Gala" vorbereitete, berichtete er von seinen Erlebnissen mit dem Bürgermeister und drohte: "Wenn ich auspacke, kann der einpacken."
Dann kam er auf die "Känguruviertel" zu sprechen, die es in jeder Stadt gäbe: "Dort wohnen die Leute, die große Sprünge machen, aber nichts im Beutel haben". In seiner nörglerischen Art beschrieb er Mitmenschen, die sich anders als erwartet verhalten und deswegen reizen. Menschen, die in einer "Patchwork-Family" leben, was heißt, dass zwei Partner aus verkrachten Ehen kommen und nun Kinder und Möbel zusammenschmeißen und die dann noch "Hallo, wie geil ist das denn" sagen, kann ein Normalbürger wie der Begge Peder eben nicht aushalten.
Grimassen schneidend und manchmal deftige Worte wählend, erzählte der Begge Peder von seinen Erlebnissen beim Arzt und im Baumarkt. Er gab die Erlebnisse bei einem Geburtsessen mit seiner Frau, seinem Sohn, dessen Ehefrau samt den drei Enkelkindern zum Besten, bei dem Colagläser mehrmals umfielen, vier Handys auf dem Tisch lagen und klingelten. Dieses habe im kleinsten Familienkreis morgens um vier Uhr geendet, nämlich mit ihm und seinem Sohn. Die Zuschauer lachten Tränen, als er diverse Diäten beschrieb, die die Frau seines Kumpels schon gemacht hatte. Er ließ sich übers "Punktefressen" - einen Riesennachtisch habe er in Flensburg" - , Blähungen verursachende Kohlsuppe und Modern Talking - Nordic Walking - aus. Detailgetreu berichtete der Begge Peder von einem sehr teuren Kegelausflug nach Hamburg auf der Reeperbahn.
Die meisten seiner Geschichten, die er während seines Programms weitergibt, seien ihm passiert oder wurden ihm erzählt, hatte der Comedian dem Publikum zu Anfang erklärt. Das Reeperbahn-Erlebnis gab seine eigenen Erfahrungen wieder, gestand er am Ende und fügte hinzu: "Ein bisschen Begge Peder ist jeder."